Viele Leute sprechen mich gerade darauf an, dass die Qualität der Follower auf ihren Instagram-Accounts nicht unbedingt auf dem Niveau ist, das sie sich wünschen. Klingt erstmal hart, aber ich versuche mal zu erklären, wie das gemeint ist.

 

Aber zuerst habe ich eine Frage an dich: wie viele Follower hast du, die sich eigentlich nie wirklich mit deinem Inhalt beschäftigen bzw. damit interagieren? Die meisten werden bei der Frage erstmal zusammenzucken, da sehr wahrscheinlich die Interaktionsrate der Follower mit der Anzahl der Follower weit auseinander geht.

 

Wenn du genau in der Situation bist und dich fragst, was du machen kannst, um das wieder gerade zu rücken, dann sind diese drei Tipps genau richtig für dich. 

 

Hier sind meine Tipps für dich wie du wertvolle und echte Follower auf Instagram gewinnst:

 

 

  • Instagram muss ganz genau verstehen worum es in deinem Account geht

 

 

Wenn Instagram nicht genau versteht, was du für ein Account bist, sprich welche Themen dein Account abdeckt, dann wird es schwer für Instagram deinen Account beispielsweise neuen potentiellen Followern vorzuschlagen. Auch wird es schwer deinen Account Usern vorzuschlagen, die an deinen Inhalten interessiert sein könnten, weil sie schon Accounts followen, die ähnlich zu deinem sind.

 

Um genau den Usern vorgeschlagen zu werden, die sich auch wirklich für deine Inhalte interessieren, ist es superwichtig, dass du Keywords in deinen Posts und deiner Bio nutzt (Du liest richtig: Keywords, nicht Hashtags), für die sich deine potentiellen Follower interessieren. 

 

Du solltest also, wenn du z.B. Taschen anbietest, auch genau das in deiner Bio schreiben und oft das Wort “Taschen” in deinen Posts verwenden. Kleiner Tipp zwischendurch: Das Wort “Taschen” ist sehr breit! Wenn du eine spezielle Art von Taschen anbietest, solltest du dich auch auf die Keywords rund um diese spezielle Art fokussieren, um schlussendlich nicht JEDEN als Follower zu bekommen, der sich für hübsche Taschen interessiert, sondern wirklich diejenigen, die auch potentiell Käufer deiner Taschen werden könnten. Dazu zählt auch, dass wenn du z.B. deine Taschen nur in Deutschland anbietest, dein Fokus auch auf deutsche Keywords gerichtet sein sollte, als auch deine Bio das klar aufzeigen muss.

 

Ziemlich offensichtlich und dennoch oft vernachlässigt, ist die Tatsache, dass du in deiner Kommunikation konsistent sein musst. Wenn du Taschen verkaufst, solltest du nicht unbedingt zwischendurch Videos oder Bilder von Katzen posten. Das sendet ein falsches Signal an Instagram und es wird schwieriger für Instagram zu verstehen sein, was du für ein Account bist. Schlussendlich steckt hinter Instagram keine Person, die einfach sagen kann: “Ach süß, der Taschen-Account hat immer so tolle Katzenfotos!”, sondern was passieren wird, ist, dass der “Instagram-Roboter” denkt, dass dein Account wohl auch ein Katzenliebhaber-Account ist und deine Inhalte so der völlig falschen, vor allem nicht kaufbereiten Zielgruppe angezeigt werden.

 

Stell dir auch immer vor, dass jemand zum ersten Mal auf deinen Instagram-Account kommt. Du hast ca. 3 Sekunden, um durch die Bildsprache deines Accounts klarzustellen, was der Fokus deines Accounts ist bzw. welche Nische du bedienst. Wenn der Account mit Katzenbildern, Bilder von Taschen, Bilder vom Team, Bilder von dir usw. gefüllt ist, wird dem User nicht sofort klar, was er mit deinem Account anfangen soll und er springt ab.

 

 

  • Hör auf deine Prozesse auf Instagram zu automatisieren

 

 

Viele Bots, aber auch viele Aktivitäten, wie z.B. völlig sinnlos auf irgendwelche Posts zu kommentieren oder “Follow-for-Follow”-Beiträge zu erstellen, können dir zwar neue Follower bringen, aber sobald du versuchst deinen Account zu monetarisieren, also wirklich Business mit deinem Account machst, sprich z.B. ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen, wirst du schnell merken, dass alle deine Bemühungen in der Vergangenheit dir nur eins gebracht haben: Eine hübsch anzusehende Zahl an Followern. Ein Blick in die Hosentasche und du merkst schnell:

“Follower füllen nicht dein Portemonnaie!”

 

Natürlich hat es Vorteile, deine Instagram-Prozesse  zu automatisieren oder Follower zu kaufen.

 

Und es hilft dir sicher hohe hübsch anzusehende, sogenannte Vanity Metrics zu erreichen, um dir ein gutes Gefühl zu geben, jedes Mal wenn du dir deine Followerzahl anschaust, und vielleicht gibt es Leute, die,  wenn sie deinen Account sehen, denken ”Wow! Hat dieser Account viele Follower! Das muss ja bedeuten, dass diese Person bzw. dieses Unternehmen weiß, was was sie/ es tut.

 

Aber ich versichere dir, wenn es um den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen geht, dann wird dir diese Metrik nicht weiterhelfen..

 

Wenn du den wirklichen Erfolg deines Unternehmens bewerten willst, dann dies nicht wirklich in Zusammenhang mit der Anzahl deiner Follower stehen.

 

Aus diesem Grund ist mein wichtigster Tipp für dich, dass du die Automatisierung deiner Konten vermeiden und nur Apps verwenden solltest, die von Facebook bzw. Instagram zugelassen sind. Vor allem, weil es schnell passieren kann, dass wenn du nicht zugelassene Apps nutzt, Facebook bzw. Instagram deinen Account sperrt und du im absolut schlimmsten Fall den Zugriff auf deinen Account verlierst.

 

Woher soll man jetzt also wissen welche Apps man nutzen darf und welche nicht? Gute Frage! Hier die Antwort: Es gibt ein sogenanntes Verzeichnis von Facebook, das alle zugelassenen und zertifizierten Partner-Apps aufgelistet hat. Hier findest du Apps für diverse Anwendungsfälle, z.B. um Posts vorzuplanen. Unter Community Management findest du die für Instagram relevantesten Apps.

Hier sind bekannte Apps wie Hootsuite, Swat.io, Facelift, Yext, Fanpage Karma, socialBench, Socialbakers und viele mehr aufgelistet.

 

 

  • Interagiere mit den Usern, die du als Follower haben möchtest

 

 

Auch dieser Tipp klingt auf den ersten Blick so banal und doch ist er so wichtig. Wenn du einen Post siehst auf einer Instagram-Seite von der du denkst: “Hey, dazu habe ich voll viel zu sagen oder zu erzählen!” dann tu das!

Ein Post von einem Instagram-Account nimmt dich total mit und du möchtest deine passende Story dazu erzählen, dann tu das als Kommentar. Oder du siehst z.B. einen Marketingtipp auf einer Instagramseite und denkst, dir, dass du das auch mal ausprobiert hast und es dir geholfen hat, dann schreib es als Kommentar. 

 

Du siehst worauf ich hinaus will: Lass die Welt wissen, dass du dich für bestimmte Themen begeistert oder, dass du bei bestimmten Themen mitreden kannst.

 

Follower eines anderen Accounts, bei dem du einen wertvollen Kommentar hinterlassen hast, werden sich mit großer Sicherheit deinen Account angucken und überlegen dir zu followen. Das macht total Sinn! Du gewinnst Follower von einem Account, der thematisch zu deinen Inhalten bzw. Produkten deiner Instagramseite passt.

 

Natürlich sollte dein Kommentar einen wirklichen Mehrwert bieten, d.h. im besten Falle reagiert sogar der Besitzer der Instagramseite positiv darauf. Vermeide es, einfach nur sinnlos zu kommentieren oder noch schlimmer den Fokus des Kommentars auf dich zu richten a la “Auf meinem Profil findest du auch wertvolle Tipps zu BLA BLA BLA!”. Das wirkt oft wie von einem Bot geschrieben und kann sogar dazu führen, dass du zurecht auf der Instagramseite geblockt wirst.

 

Wenn du diese Tipps befolgst, dann wirst du nicht nur mehr Follower gewinnen, sondern wirklich die Follower, die wichtig für dich bzw. dein Business sind überzeugen und zu potentiellen Käufern machen.